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Nach einer sehr zurückhaltenden Schönung im Fass mit natürlichem Hühnereiweiß
(von glücklichen Freilauf-Hühnern notabene!) wurde der Wein gefiltert und am 15. April
auf die Flasche gezogen. Nach einem Jahr Flaschenlagerung ist er nun seit Maerz
2006 im Handel erhaeltlich.
Zur Zeit präsentiert er sich schon ueberaschend geschmeidig, beinahe ein
Schmeichler, sehr elegant und ausgeglichen, mit schönen und reifen, wenn gleich auch noch recht präsenten Tanninen.
Dabei ist er frueher zugaenglich als der 2003er und trinkt sich schon jetzt sehr
gut, hat aber das Potential fuer eine weitere Flaschenreifung von 5-7
Jahren bei entsprechender Lagerung.
Wie auch unseren frueheren Jahrgaenge ist er ein ausgezeichneter
Essensbegleiter, ideal z.B. mit einem feinen Braten oder zu einer Kaeseplatte.
Dabei ist seine Staerke seine zurueckhaltende Eleganz, d.h. er er dominiert die
Gerichte nicht, hat aber gleichzeitig auch genug Koerper und geschmackliche
Komplexitaet, um die Speisen aktiv zu ergaenzen.
11600 Flaschen wurden produziert.
Degustationsnotizen:
online GRAPE Magazin, bewertet im April 2006 mit
16/20 Punkten :
"The clear, dark ruby brilliance pinpoints the wine’s youth, as does
its still unrevealing flavours. Aromas hint of red and blackcurrant, extra dark
Belgian (Swiss?) chocolate and traces of tobacco and cedar. Although relatively
full bodied – at 14%, the alcohol level is the highest yet – the wine has a
good acid backbone and beautifully elegant mouthfeel. With a few years’ aging
this merlot should prove even more satisfying. Now with their own cellar and
well-tended, older vines, future vintages promise to rate even higher" (www.grape.co.za)
Stephen Tanzer, 89 Punkte in The
International Wine Cellar (April 2007)
"Deep red-ruby. Reticent aromas of black fruits and smoky, nutty oak.
Lusher on the palate than the young '05, offering almost Graves-like flavors of
blackberry, blueberry, minerals and tobacco. Broader and darker than the '05 but
with a bit less lift. Finishes dense and rich, with notes of leather and
earth" www.wineaccess.com/expert/tanzer
Bewertungen:
- 89 Punkte vom amerikanischen
Weinkritiker Stephen Tanzer (April 2007)
- Preis der Presse beim Emozioni del
Mondo 2006 in Bergamo/Italien mit 86/100 Punkten
- Bronzemedaille London International Wine and Sprit Competition IWSC 2006
- Bronzemedaille beim VERITAS Suedafrika
- 16/20 Punkte im online Wein Magazine GRAPE (13.4.2006)
- Bronzemedaille Korea Wine Challenge 2006
- ****4/5 Sterne vom Suedafrikanischen Weinfuehrer JOHN PLATTER
Analyse:
Alk. 14.0%Vol, Säure 5.6 g/L, pH 3.6, Restzucker 2.6 g/L,
Total SO2 66 mg/L, VA 0.52 g/l
Jahrgangs Rapport:
April
2005
Nach einer sehr zurückhaltenden Schönung im Fass mit natürlichem Hühnereiweiß
(von glücklichen Hühnern notabene!) wurde der Wein gefiltert und am 15. April
auf die Flasche gezogen.
Zur Zeit präsentiert er sich schon überraschend geschmeidig, ein
Schmeichler, sehr elegant, mit schönen und reifen, wenn gleich noch recht präsenten Tanninen.
Nun werden wir ihm noch ein Jahr Flaschenlagerung gönnen, damit die
verschiedenen Komponenten sich weiter integrieren können. Somit sollte er
voraussichtlich ab Maerz 2006 verfügbar sein.
Dezember
2004
Der Merlot wurde in der Zwischenzeit schon zweimal "umgezogen", ein
Vorgang, bei dem der Wein von einem Fass in ein anderes umgefüllt wird. Dabei
wird der Jungwein sorgfältig von dem sich jeweils in den vergangenen Monaten
bildenden Bodensatz abgezogen und das Fass anschliessend gut gereinigt, ein
natürlicher Klärungsprozess. Der Wein selbst hat sich bisher sehr gut
entwickelt. Typisch für diesen Jahrgang sind die äusserst reifen und somit
feinen Tanine mit einer (für unseren Merlot!) relativ
tiefen Säure. So präsentieren sich die Fassproben schon relativ zugänglich und ungemein
gehaltvoll am Gaumen, mit einer sehr schönen fruchtigen Nase, welche
typischerweise wiederum an reife Kirschen erinnert.
August 2004
Der Wein des Jahrganges 2004 ist nun schon seit über 4 Monaten im Fass. Die
zweite Gärung, die sogenannte Milchsäuregärung, welche bei uns im Fass
durchgeführt wird, ist abgeschlossen und der Wein schon einmal umgezogen,
um ihn von den gröbsten Unreinheiten zu befreien. Bei der Milchsäuregärung
wird die im Jungwein als etwas härter empfundene Apfelsäure durch Bakterien in
die mildere Milchsäure umgewandelt (deshalb auch malolaktische Gärung
genannt). Damit diese (erwünschten) Bakterien nicht gehemmt werden, kann der
Wein in diesem Stadium noch nicht geschwefelt werden. Dies ist deshalb ein
heikler Vorgang und erfordert genaue Kontrolle, damit zum Beispiel nicht falsche
Bakterien im somit noch weitgehend ungeschützten Wein überhand nehmen und
diesen verderben könnten. Dieses Jahr haben wir unseren Wein übrigens in der
neuen und modern eingerichteten Weinkellerei der Universität Stellenbosch
(Departement für Weinkunde) gekeltert, wo wir unter idealen Bedingungen
arbeiten konnten (siehe Bild).
März 2004
Nach einer langen Schönwetterperiode regnete es Ende Februar endlich wieder
einmal, aber natürlich gerade vor der Ernte. Doch glücklicherweise folgten
darauf sehr schöne und warme Tage, sodass wir am 8. März ein ausgezeichnetes
Traubengut mit 24 Balling (Brix) ernten konnten. Die Säurewerte waren aufgrund
der doch sehr trockenen Saison tiefer als üblich. Vergoren wurde der Wein
wiederum in geschlossenen Edelstahl-Tanks, mit einer cuvaison von insgesamt 14
Tagen. Das Resultat ist nun im Fass, ein tieffarbener, sehr dichter und
vielversprechender Wein.
Januar 2004
Nach einem immer noch sehr trockenem Frühsommer setzte nach Neujahr der
Farbumschlag der Trauben ein, ca eine Woche später als letztes
Jahr. Dies ist die Zeit um die Frucht auszudünnen, zur Förderung der Qualität
(vendange verte). Dieses Jahr reduzierten wir die Ernte auf eine Traube pro
Fruchttrieb, und zusätzliche werden später reifende Partien (Schultern und
Spitzen) wo nötig entfernt. Die Trauben sind regelmässig und mit schön
kleinen Beeren, bei einem sehr gesunden aber nicht zu dichtem Laubwerk. Das
Wetter war bisher nahezu ideal, mit wenig Wind und moderaten Temperaturen, aber
viel Sonnenschein, allerdings auch knochentrocken! Sollte die Saison so weitergehen, können wir auf eine
qualitativ superbe Ernte hoffen, welche wir voraussichtlich Anfangs März
einbringen können.
30. November 2003
Die Blüte war sehr regelmässig und fand bei idealen Bedingungen von Beginn bis
Mitte November statt. Ueberhaupt war das Wetter bisher ideal - viel Sonne, sehr
wenig Wind, und nur einmal Regen. Der Fruchtansatz ist entsprechend reichlich,
so das wir bald mit der ersten Ausdünnaktion beginnen müssen. Die Triebe sind
nun bis zum letzten Draht gewachsen und werden bald ihre endgültige Länge
erreicht haben. Allerdings trocknen die Böden nun auf Grund der äusserst
trockenen Witterung successive aus, und der Wuchs verlangsamt sich deutlich.
20. Oktober 2003
Die Laubarbeit hat begonnen. Der Austrieb war schlussendlich sehr regelmässig,
und die Schosse sind nun ca 40 cm lang. Das Ausbrechen (reduzieren der Schosse
auf die gewünschte Anzahl) ist abgeschlossen, und gestern haben wir die Schosse
in das erste Drahtpaar eingefädelt. Das Wetter war sehr schön in den letzten 2
Wochen, und nun kommen auch schon die ersten Hitzetage. Dies wird die Blüte
befördern, welche voraussichtlich in den nächsten 7-10 Tagen einsetzen wird.
15. September 2003: Der August brachte schliesslich den üblichen Regen, allerdings viel zu spät für die Kornfarmer und lange nicht genug um das Defizit auszugleichen. Und in der zweiten Hälfte August wurde es schliesslich auch kalt, allerdings so gründlich und solange, dass der Austrieb bis jetzt, also bis Mitte September zusätzlich verzögert wurde. Nun aber schieben sich endlich hier und dort einzelne Blättchen aus den ersten Knospen und hoffen zusammen mit uns auf eine schöne Saison.
Juli 2003: Es ist ein extrem warmer und trockener Winter hier im Kap - wunderschön um hier zu leben, aber problematisch für die Landwirtschaft. Bis jetzt hatten wir 75 % weniger Regen als üblich. Die Böden sind ausgetrocknet und die Wasserspeicher weitgehend leer, ein Desaster vor allem für die Weizenfarmer im nahen Schwarzland an der Westküste. Ein für uns äusserst unerwünschter Nebeneffekt des bisherigen viel zu warmen Wetters ist der Umstand, dass die Weinstöcke zu wenig „Kälte-Einheiten" bekommen, sodass wir im Frühjahr mit einem verzögerten und unregelmässigen Austrieb rechnen müssen. Wir werden versuchen, dem mit einem sehr späten Rebschnitt entgegenzuwirken. Zur Zeit sind wir damit beschäftigt, den Drahtrahmen im gesamten Rebberg auszuwechseln, da die Drähte aufgrund eines Materialfehlers rostig wurden, was bei dem hier häufig windigen Wetter unerwünschte Beschädigungen der Triebe verursacht. In Zahlen sind dies immerhin 56 km neue Drähte.
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