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LITTLE
MERLOT 2006
Der Little Merlot ,unser Zweitwein, ist ein feinfruchtiger
typischer Merlot, dieses Jahr mit 14% Cabernet franc ergaenzt und ein Jahr im Barrique
gereift. Durch den Ausbau in dreijaehrigen Faessern ist er wie schon sein
Vorgaenger deutlich frueher zugaenglich als unser Flagship Merlot, aber trotzdem
von erstaunlicher Dichte und Komplexitaet - ein idealer Begleiter zu einem
feinen Essen, z.B. zu einem saftigen Braten, oder zusammen mit einem Teller
leckerer Pasta genossen.
(ausverkauft)
Little Merlot 2006: Alk 13.8%Vol, Extrakt 31.3 g/l,
Gesamtsaeure 5.1 g/l, pH 3.68, Total SO2 69 g/l
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JAHRGANGS Bericht Merlot 2006:
Mai 2007: Abfuellung des 2006er
Nach
unzaehligen Vorversuchen und Blind-Degustationen mit unseren
Weinmacherkollegen haben wir uns schliesslich auf den finalen Blend unseres
2006er geinigt: Zur Auswahl standen 8 verschiedene Partien Merlot mit
verschiedenem Fassregime, alle natuerlich aus unserem Rebberg, sowie
verschiedene Top Cabernets aus der Region (mit dem weltweiten Weinueberfluss ist
es zur Zeit eindeutig einfacher als auch schon, Spitzencabernets zu
sourcen, zumindest wenn man bereit ist angemessen zu bezahlen!). Und so setzt
sich schlussendlich unser Bein Merlot 2006 aus 86% Merlot (aus 69% neuen
Faessern!) sowie 6 Prozent Cabernet franc und 8% Cabernet Sauvignon zusammen.
Nun muss er noch ein Jahr im Flaschenlager ruhen,
bevor er in den Handel kommt.
Abgefuellt haben wir ihn im Mai 2007, zusammen mit unserem Little Merlot 2006
(86% Merlot/14% Cabernet franc) und unserem Rose Pink Merlot 2007. Und zum
erstenmal haben wir dabei unsere Flaschen mit einem absolut neuartigem
Komposit-Korken verschlossen, welcher
jegliche Fehlgerueche und Verschlussprobleme zukuenftig ausschliessen wird. Als
eingeschworenen Wein-Traditionalisten ist uns dieser Entschluss natuerlich nicht
leichtgefallen, aber die Aussicht, dass unser Wein auch tatsaechlich so beim
Weinliebhaber ankommt wie wir ihn abgefuellt haben, ueberzeugte uns. Nachdem wir
naemlich bisher nur das beste (und teuerste!) Korkmaterial verwendeten, dabei
zusaetzlich jede Lieferung in Privatlabors auf Fremdgerueche und Qualitaet
untersuchen liessen, und trotzdem verschlussbedingte Flaschenvariationen und
Korkschmecker nie ganz ausschliessen konnten, entschlossen wir uns zu diesem
Schritt. Und das Gute dabei ist: Der neue Verschluss ist immer noch aus
Naturkork hergestellt, aber in einem aufwendigen und notabene Chemie-freien
Verfahren so behandelt, dass Fehlflaschen praktisch ausgeschlossen werden
koennen. Let’s see! – weitere Informationen darueber auf www.oeneo.com.
Mai bis Dezember 2006: Fassreifung des 2006er
Unser Merlot 2006 reift zur Zeit langsam im Fass vor sich hin. Die
Milchsaeuregarung verlief problemlos, und der Wein konnte schon Ende Mai das
erste Mal umgezogen werden. Dies ist ein Prozess, bei dem der Wein sorgfaeltig
aus dem Fass abgehebert und so von seinem Bodensatz befreit wird, wobei jeweils
auch die Faesser gereinigt werden koennen. Inzwischen wurde der Wein noch zwei
weitere Male umgezogen, auch wegen dem aufgrund der kleineren Erntemenge relativ
groesseren Anteil an neuen Eichenfaessern. Bei einem Umzug wird der Wein
naemlich jedesmal auch belueftet, und unter dem Einfluss des Sauerstoffes
polymerisieren die an sich eher kernigen Holz-Tannine und werden dadurch
geschmeidiger. Bald muessen wir uns an die Endasssemblage machen. Wiederum
konnten wir uns dieses Jahr einen ausgezeichneten Cabernet Franc sichern, der
hoechstwahrscheinlich wieder unseren "Grand Vin" komplementieren wird.
Den Blanc de Noir haben wir schliesslich am 10. April
gefiltert und abgefuellt, und die knapp 900 Flaschen als
PINK MERLOT
etikettiert und fuer R29.00 ab Farm verkauft. Es war ein ueberaus erfrischender
und trotzdem kraeftiger Rose, der sofort seine Liebhaber fand und innert drei
Monaten ausverkauft war - nun gilt es bis zum naechsten Jahr zu warten, bis es
wieder Rose gibt!
PINK Merlot: Alc 14%vol, RS 4,5 g/L, Saeure 5,5g/L, Gesamt SO2 100
mg/L, freies SO2 45mg/L
Maerz 2006: Erntezeit
Die Ernte fand diese Jahr vom 7.-bis 14. Maerz statt. Wiederum waren die
jungen Weinstoecke eine Woche frueher reif und wurden separat gelesen. Die
Qualitaet war gut mit Zuckerwerten von 24-24.6 Balling (ca 100-105 Grad
Oechsle), bei einem guten pH und genuegender Saeure, wenn auch noch etwas tiefer
als der vorige Jahrgang. Die Menge war allerdings deutlich weniger, aufgrund der
allgemein kleineren Trauben und Beeren, was wir auf den vielen Wind waehrend der
Wachstumsperiode zuruckfuehren.
Die Vergaerung wurde in gewohnter Manier im Stahltank durchgefuehrt, und 2
Wochen spaeter konnten wir den aeusserst dichten und farbintensiven Jungwein ins
Fass abziehen. Hier durchlaeuft er nun die Milchsaeuregarung, welche zuegig einsetzte und bis Mitte Mai abgeschlossen sein duerfte.
Totz der kleineren Erntemenge haben wir auch
dieses Jahr wieder etwas Most vor der Gaerung abgezogen, um das Verhaeltnis
Feststoffe zu Saft im Hauptwein zu erhoehen und diesem dadurch eine groessere
Dichte zu verleihen. Mit dem abgezogenen Most haben wir einen feinen,
erfrischenden Blanc de Noir gemacht, im Stile eines Weissweines langsam im
kleinen Stahltank bei 14 Grad trocken fermentiert.
Februar 2006: Die Frucht wird reif
Die Frucht ist dieses Jahr besonders gleichmaessig und schoen, was auch die
Voegel bemerkt haben. Nachdem wir uns so viel Muehe gegeben haben mit trimmen,
positionieren und ausduennen der Trauben, und wir uns schon die vegangenen Jahre
ueber die ungebetenen Schmarotzer geaergert haben, entschlossen wir uns, dieses
Jahr die besonders exponierten Partien mit Vogelnetzen zu schuetzen - im
suedafrikanischen Weinbau eine absolute Novitaet. Der Erfolg war gut, und die Voegel haben sich
den einfacher
zugaenglichen Trauben der Nachbarn zugewendet.
Januar 2006: Hochsommer!
Immer noch ungewoehnlich viel Wind! Veraison (Farbumschlag) setzte dieses
Jahr in der zweiten Januarwoche ein, etwas spaeter als letztes Jahr. Ein
wichtiger Zeitpunkt fuer uns, da wir nun genau erkennen koennen welche Trauben
sich schoen gleichmaessig entwickeln. So koennen wir Ende Veraison - man spricht
von 90% Farbumschlag - alle anderen, sprich noch gruenen Trauben
herausschneiden. Zusaetzlich entfernten wir dabei auch dieses Jahr wiederum bei
allen Trauben die spaeter reifenden "Schultern" (oberste Traubenteile)
und Spitzen, da diese dem Wein oft einen harschen "gruenen" Geschmack
mitgeben wuerden.
Inzwischen entwickelte sich der letztjaehrige Wein praechtig und wurde zu Beginn
des Monats zum letzten mal umgezogen (siehe Bild). Dabei haben wir ihn dieses
Jahr mit ein wenig Cabernet franc ergaenzt, und werden ihn nun noch gut zwei
Monate im Fass weiter reifen lassen.
Dezember 2005
Weiterhin schoenes Wetter! Allerdings nun mit viel Wind, welcher den Reben
zu schaffen macht. Zusammen mit der anhaltenden Trockenheit - wir hatten gerade
mal 30 mm Regen in den letzten 3 Monaten - trocknet dies den Rebberg nun
zunehmend aus.
Wiederum haben wir dieses Jahr den Behang in der zweiten Haelfte Dezember auf
eine Traube pro Trieb halbiert. mit dem Ziel, den uebrigbleibenden Trauben
optimale Bedingungen fuer eine maximale Fruchtentwicklung zu schaffen
November 2005: Bluetezeit
Die Bluete setzte rechtzeitig zu Beginn November ein und verlief ungestoert.
Generell war die Saison bisher eher kuehl, wenn auch mit sehr viel weniger
Niederschlag als ueblich. Deshalb entschlossen wir uns dieses Jahr schon zur
Bluetezeit zusaetzlich zu bewaessern, um dem sog. Verrieseln vorzubeugen. Dafuer
ist das Blattwerk ausgesprochen gesund, und die Pilzprophylaxe laesst sich auf
das absolute Minimum beschraenken. Zur Zeit sind wir damit beschaftigt, mit
freuhzeitigem, gezieltem Ausbrechen von Blaettern und Seitenschossen fuer
genuegend Luft und Licht in der Traubenzone zu sorgen.
Oktober 2005: Austrieb der Reben
Der Fruehling war ungewohnlich kuehl, sodass das
Wachstum nicht so stuermisch wie im letzten Jahr verlief und uns genuegend Zeit
liess fuer das doch sehr arbeitsintensive Ausbrechen der ueberschuessigen
Triebe. Auch war dadurch der Austrieb recht gleichmaessig.
August 2005: Winterschnitt
Wir hatten einen relativ warmen Winter, dafuer endlich wieder einmal mit
genuegend Niederschlaegen. Die wichtigsten Daemme sind zu 85% gefuellt, der
hoechste Stand seit 4 Jahren!
Beim ueblichen Rebschnitt im Winter haben wir die Anzahl Traeger konsequent
weiter verringert, auf nunmehr 6 Traeger per Stock und Laufmeter, womit wir eine
weitere Qualitaetssteigerung anstreben. Diese Traeger wurden schliesslich am 29.
August kurz vor dem erwarteten Austrieb auf je zwei Augen zurueckgeschnitten.
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