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Bein  Merlot  2006

der Wein wird ca alle 3 Monate umgezogen und die Faesser dabei gereinigt
BEIN MERLOT 2006
   Ein sehr klassischer Jahrgang, mit kraeftigen Tanninen und den typishcne Merlotfruchtnoten, wie immer produziert von den besten Trauben aus unserem Rebberg Petrus Place; komplementiert mit je einem Schuss Cabernet Sauvignon und Cabernet franc, ausgebaut waehrend einem Jahr in 225 L Barriques von franzoesischen Spitzenkuefern (65% neue Barriques, aus 95% franzoesischer und 5% amerikanischer Eiche.
   Abgefuellt am 11 Mai 2007 (9500 Flaschen), und nach einem weiteren Jahr Flaschenreifung in unserem speziell klimatisierten Flaschenkeller nun im Handel erhaeltlich seit Mai 2008

Verkostungsnotiz
  Dieser Jahrgang beindruckt mit einer besonders kraeftigen Struktur und guter Komplexitaet: brilliantklar, dunkelrote Farbe mit violetten Reflexen; mit einem dezenten Fruchtbouquet von reifen Beeren und Kirschen im Vordergrund, unterlegt mit angenehm suessen Barriquearomen von Mocha, Schokolade und einer feinen Rauchnote; ueberzeugend im Abgang mit seinen kraeftigen, aber erstaunlich geschmeidigen Tanninen.

  Dieser Wein profitiert vom Dekantieren: Eine gute Stunde vor dem Geniessen entkorken, und der Wein wird sich oeffnen und seine Aromen entfalten. Dasselbe gilt fuer die Lagerung: Sorgfaeltig und bei kuehlen Temperaturen gelagert, wird sich dieser Wein noch waehrend mindestens 5-8 Jahren positiv weiterentwickeln, und den Geduldigen schliesslich mit wunderbaren Reifearomen belohnen.


Ausgezeichnet
mit einer  GOLD Medaille an der Emozioni dal Mondo 2008: Cabernet e Merlot insieme, dem internationalen Weinwettbewerb fuer Cabernet und Merlot in Bergamo, Italien (Dec 2008)    www.emozionidalmondo.it

Bein Merlot 2006 : 
Alk 14,2%Vol, Saeure 5,2 g/L, pH 3,5, Total SO2 79 mg/L

 

LITTLE  MERLOT  2006 

Der Little Merlot ,unser Zweitwein, ist ein feinfruchtiger typischer Merlot, dieses Jahr mit 14% Cabernet franc ergaenzt und ein Jahr im Barrique gereift. Durch den Ausbau in dreijaehrigen Faessern ist er wie schon sein Vorgaenger deutlich frueher zugaenglich als unser Flagship Merlot, aber trotzdem von erstaunlicher Dichte und Komplexitaet - ein idealer Begleiter zu einem feinen Essen, z.B. zu einem saftigen Braten, oder zusammen mit einem Teller leckerer Pasta genossen.

(ausverkauft)

Little Merlot 2006: Alk 13.8%Vol, Extrakt 31.3 g/l, Gesamtsaeure 5.1 g/l, pH 3.68, Total SO2 69 g/l

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JAHRGANGS Bericht Merlot 2006:

Mai 2007: Abfuellung des 2006er
Nach unzaehligen Vorversuchen und Blind-Degustationen mit unseren Weinmacherkollegen haben wir uns schliesslich auf den finalen Blend unseres 2006er geinigt: Zur Auswahl standen 8 verschiedene Partien Merlot mit verschiedenem Fassregime, alle natuerlich aus unserem Rebberg, sowie verschiedene Top Cabernets aus der Region (mit dem weltweiten Weinueberfluss ist es zur Zeit  eindeutig einfacher als auch schon, Spitzencabernets zu sourcen, zumindest wenn man bereit ist angemessen zu bezahlen!). Und so setzt sich schlussendlich unser Bein Merlot 2006 aus 86% Merlot (aus 69% neuen Faessern!) sowie 6 Prozent Cabernet franc und 8% Cabernet Sauvignon zusammen. Nun muss er noch ein Jahr im Flaschenlager ruhen, bevor er in den Handel kommt.

Abgefuellt haben wir ihn im Mai 2007, zusammen mit unserem Little Merlot 2006 (86% Merlot/14% Cabernet franc) und unserem Rose Pink Merlot 2007. Und zum erstenmal haben wir dabei unsere Flaschen mit einem absolut neuartigem Komposit-Korken verschlossen,
welcher jegliche Fehlgerueche und Verschlussprobleme zukuenftig ausschliessen wird. Als eingeschworenen Wein-Traditionalisten ist uns dieser Entschluss natuerlich nicht leichtgefallen, aber die Aussicht, dass unser Wein auch tatsaechlich so beim Weinliebhaber ankommt wie wir ihn abgefuellt haben, ueberzeugte uns. Nachdem wir naemlich bisher nur das beste (und teuerste!) Korkmaterial verwendeten, dabei zusaetzlich jede Lieferung in Privatlabors auf Fremdgerueche und Qualitaet untersuchen liessen, und trotzdem verschlussbedingte Flaschenvariationen und Korkschmecker nie ganz ausschliessen konnten, entschlossen wir uns zu diesem Schritt. Und das Gute dabei ist: Der neue Verschluss ist immer noch aus Naturkork hergestellt, aber in einem aufwendigen und notabene Chemie-freien Verfahren so behandelt, dass Fehlflaschen praktisch ausgeschlossen werden koennen. Let’s see! – weitere Informationen darueber auf www.oeneo.com.

Mai bis Dezember 2006: Fassreifung des 2006er
Unser Merlot 2006 reift zur Zeit langsam im Fass vor sich hin. Die Milchsaeuregarung verlief problemlos, und der Wein konnte schon Ende Mai das erste Mal umgezogen werden. Dies ist ein Prozess, bei dem der Wein sorgfaeltig aus dem Fass abgehebert und so von seinem Bodensatz befreit wird, wobei jeweils auch die Faesser gereinigt werden koennen. Inzwischen wurde der Wein noch zwei weitere Male umgezogen, auch wegen dem aufgrund der kleineren Erntemenge relativ groesseren Anteil an neuen Eichenfaessern. Bei einem Umzug wird der Wein naemlich jedesmal auch belueftet, und unter dem Einfluss des Sauerstoffes polymerisieren die an sich eher kernigen Holz-Tannine und werden dadurch geschmeidiger. Bald muessen wir uns an die Endasssemblage machen. Wiederum konnten wir uns dieses Jahr einen ausgezeichneten Cabernet Franc sichern, der hoechstwahrscheinlich wieder unseren "Grand Vin" komplementieren wird.

Den Blanc de Noir haben wir schliesslich am 10. April gefiltert und abgefuellt, und die knapp 900 Flaschen als 
PINK MERLOT
etikettiert und fuer R29.00 ab Farm verkauft. Es war ein ueberaus erfrischender und trotzdem kraeftiger Rose, der sofort seine Liebhaber fand und innert drei Monaten ausverkauft war - nun gilt es bis zum naechsten Jahr zu warten, bis es wieder Rose gibt!
PINK Merlot: Alc 14%vol, RS 4,5 g/L, Saeure 5,5g/L, Gesamt SO2 100 mg/L, freies SO2 45mg/L

Maerz 2006: Erntezeit
Die Ernte fand diese Jahr vom 7.-bis 14. Maerz statt. Wiederum waren die jungen Weinstoecke eine Woche frueher reif  und wurden separat gelesen. Die Qualitaet war gut mit Zuckerwerten von 24-24.6 Balling (ca 100-105 Grad Oechsle), bei einem guten pH und genuegender Saeure, wenn auch noch etwas tiefer als der vorige Jahrgang. Die Menge war allerdings deutlich weniger, aufgrund der allgemein kleineren Trauben und Beeren, was wir auf den vielen Wind waehrend der Wachstumsperiode zuruckfuehren. 
Die Vergaerung wurde in gewohnter Manier im Stahltank durchgefuehrt, und 2 Wochen spaeter konnten wir den aeusserst dichten und farbintensiven Jungwein ins Fass abziehen. Hier durchlaeuft er nun die Milchsaeuregarung, welche zuegig einsetzte und bis Mitte Mai abgeschlossen sein duerfte.

Totz der kleineren Erntemenge haben wir auch dieses Jahr wieder etwas Most vor der Gaerung abgezogen, um das Verhaeltnis Feststoffe zu Saft im Hauptwein zu erhoehen und diesem dadurch eine groessere Dichte zu verleihen. Mit dem abgezogenen Most haben wir einen feinen, erfrischenden Blanc de Noir gemacht, im Stile eines Weissweines langsam im kleinen Stahltank bei 14 Grad  trocken fermentiert.

Februar 2006: Die Frucht wird reif
Die Frucht ist dieses Jahr besonders gleichmaessig und schoen, was auch die Voegel bemerkt haben. Nachdem wir uns so viel Muehe gegeben haben mit trimmen, positionieren und ausduennen der Trauben, und wir uns schon die vegangenen Jahre ueber die ungebetenen Schmarotzer geaergert haben, entschlossen wir uns, dieses Jahr die besonders exponierten Partien mit Vogelnetzen zu schuetzen - im suedafrikanischen Weinbau eine absolute Novitaet. Der Erfolg war gut, und die Voegel haben sich den einfacher zugaenglichen Trauben der Nachbarn zugewendet.

Januar 2006: Hochsommer!
Immer noch ungewoehnlich viel Wind! Veraison (Farbumschlag) setzte dieses Jahr in der zweiten Januarwoche ein, etwas spaeter als letztes Jahr. Ein wichtiger Zeitpunkt fuer uns, da wir nun genau erkennen koennen welche Trauben sich schoen gleichmaessig entwickeln. So koennen wir Ende Veraison - man spricht von 90% Farbumschlag -  alle anderen, sprich noch gruenen Trauben herausschneiden. Zusaetzlich entfernten wir dabei auch dieses Jahr wiederum bei allen Trauben die spaeter reifenden "Schultern" (oberste Traubenteile) und Spitzen, da diese dem Wein oft einen harschen "gruenen" Geschmack mitgeben wuerden. 
Inzwischen entwickelte sich der letztjaehrige Wein praechtig und wurde zu Beginn des Monats zum letzten mal umgezogen (siehe Bild). Dabei haben wir ihn dieses Jahr mit ein wenig Cabernet franc ergaenzt, und werden ihn nun noch gut zwei Monate im Fass weiter reifen lassen.

Dezember 2005
Weiterhin schoenes Wetter! Allerdings nun mit viel Wind, welcher den Reben zu schaffen macht. Zusammen mit der anhaltenden Trockenheit - wir hatten gerade mal 30 mm Regen in den letzten 3 Monaten - trocknet dies den Rebberg nun zunehmend aus. 
Wiederum haben wir dieses Jahr den Behang in der zweiten Haelfte Dezember auf eine Traube pro Trieb halbiert. mit dem Ziel, den uebrigbleibenden Trauben optimale Bedingungen fuer eine maximale Fruchtentwicklung zu schaffen

November 2005: Bluetezeit
Die Bluete setzte rechtzeitig zu Beginn November ein und verlief ungestoert. Generell war die Saison bisher eher kuehl, wenn auch mit sehr viel weniger Niederschlag als ueblich. Deshalb entschlossen wir uns dieses Jahr schon zur Bluetezeit zusaetzlich zu bewaessern, um dem sog. Verrieseln vorzubeugen. Dafuer ist das Blattwerk ausgesprochen gesund, und die Pilzprophylaxe laesst sich auf das absolute Minimum beschraenken. Zur Zeit sind wir damit beschaftigt, mit freuhzeitigem, gezieltem Ausbrechen von Blaettern und Seitenschossen fuer genuegend Luft und Licht  in der Traubenzone zu sorgen.

Oktober 2005: Austrieb der Reben
Der Fruehling war ungewohnlich kuehl, sodass das Wachstum nicht so stuermisch wie im letzten Jahr verlief und uns genuegend Zeit liess fuer das doch sehr arbeitsintensive Ausbrechen der ueberschuessigen Triebe. Auch war dadurch der Austrieb recht gleichmaessig.

August 2005: Winterschnitt
Wir hatten einen relativ warmen Winter, dafuer endlich wieder einmal mit genuegend Niederschlaegen. Die wichtigsten Daemme sind zu 85% gefuellt, der hoechste Stand seit 4 Jahren!
Beim ueblichen Rebschnitt im Winter haben wir die Anzahl Traeger konsequent weiter verringert, auf nunmehr 6 Traeger per Stock und Laufmeter, womit wir eine weitere Qualitaetssteigerung anstreben. Diese Traeger wurden schliesslich am 29. August kurz vor dem erwarteten Austrieb auf je zwei Augen zurueckgeschnitten. 

 

 

 


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