November 2006: Gewitter ueber Petrus Place

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Bein Merlot Jahrgang 2007

reift zur Zeit noch im Fass
   

Jahrgangs Rapport  Bein Merlot 2007       :

April/Mai 2008: 

April 2007 bis Maerz 2008: Die Reifung des Weines im Fass
Wie jedes Jahr wurde der Wein gleich nach der Vergaerung, also Ende Maerz 07, in die Faesser abgezogen, wo er problemlos innert 4 Wochen die Milchsaeuregaerung durchlief. Danach und noch weitere zwei mal wurde der Wein umgezogen, d.h. im Abstand von jeweils etwa drei bis vier Monaten vom Trub abgezogen, die Faesser gereinigt und wieder zurueckgefuellt. Dies unterstuetzt den natuerlichen Klaervorgang wahrend der Fassreifung und foerdert die gesunde Entwicklung des jungen Weines. Nach wiederum langwieriger Evaluation haben wir dieses Jahr schon im November den einzelnen Partien unseres Merlot etwas Cabernet Sauvignon zugefuegt, und lassen nun diese Cuvee noch ein paar Monate im Fass "verheiraten", befor die endgueltige Assemblierung stattfindet.

Januar bis Maerz 07: Das Reifen der Frucht
Wieder verbrachten wir unzaehlige Stunden ueber den Jahreswechsel im Rebberg: Reduzieren der Frucht um jede zweite Traube, entfernen der spaeter reifenden Schultern und Spitzen der Trauben, und schlussendlich das Aufhaengen der Vogelschutz-Netze, noch immer eine Seltenheit in Suedafrika. Belohnt wurden wir mit einer schoenen, gleichmaessig reifen Ernte, welche relativ spaet erst am 17. Maerz 2007 begann. Die Bedingungen zur Erntezeit waren ideal. Allerdings hatte eine Hitzewelle zu Beginn des Februars manche Trauben "verbraten", und besonders die jungen und schwaecheren Stoecke litten unter der Hitze. So musste sehr sorgfaeltig sortiert werden.  Und so waren auch die Zuckerwerte eher moderat, bei einer relativ tiefen Saeure von knapp 5 gr/lt, dafuer super reifen feinen Tanninen

Dezember 2006: Sommer
Ungewoehnlich kraeftiges vegetatives Wachstum ist zu beobachten, wahrscheinlich als Folge der Gewitterregen im November, welche die Pflanzen nicht nur mit mehr Feuchtigkeit als gewoehnlich versorgten, sondern sicherlich auch zusaetzlichen Stickstoff einbrachten in Form von Nitraten, welche sich durch die elektrischen Entladungen bei Blitzen in der Luft aus Sauerstoff und Stickstoff bilden und durch den Regen anschliessend eingeschwemmt werden. Auf alle Faelle haben wir alle Haende voll zu tun mit Ausbrechen, Triebe einschlaufen und tippen. Dafuer sieht die Frucht sehr gut aus, bei ausgesprochen ueppigem Ansatz trotz den widrigen Umstaenden wahrend der Bluetezeit. So koennen wir jetzt bei der "gruenen Ernte" grosszuegig herausschneiden und all die verrieselten Trauben ungeniert entfernen. Bei der "gruenen Ernte", welche bei uns im Dezember stattfindet, wird die Frucht auf einen fuer Qualitaetsproduktion vernuenftiges Mass reduziert und auch so "dressiert" dass schliesslich alle Trauben einzeln und frei haengen, um optimale Entwicklungsbedingungen fuer die Reifung zu haben.

November 2006: Bluete
Trotz der kalten Periode im September setzte die Bluete wieder wie letztes Jahr zu Beginn November ein, bei schoenstem Fruehsommerwetter. Dieses dauerte allerdings nicht lange, und Gewitterregen und viel Wind dominierten das Geschehen ausgerechnet wahrend der Hauptbluetezeit. Tatsaechlich hatten wir, vor allem an den exponierten Aussenreihen, schliesslich viele verrieselte Trauben, welche wir spaeter ausduennen muessen.

September/Oktober 2006:  Austrieb
Warmes Wetter mit Temperaturen von 25-27 Grad C in der ersten Septemberwoche eroeffnete den Fruehling  und die Reben begannen schoen gleichmaessig zu knospen. Doch dann kuehlte das Wetter wahrend zwei Wochen signifikant ab und verzoegerte den Austrieb deutlich, was die Triebentwicklung etwas ungleichmaessig werden liess. Ab Ende September war das Wetter aber ideal und liess die Reben rasch wieder aufholen.

August 2006: Winter
Endlich wieder einmal genuegend Regen ueber die Wintermonate. Die Daemme sind zumeist voll, und vor allem auch der Theewaterskloof Damm, welcher unser Bewaesserungssystem mit Wasser versorgt und gleichzeitig der groesste Wasserspeicher der Region ist, ist zur Zeit schon zu 80% gefuellt und duerfte sich noch mehr fuellen. Das heisst, dass diese Saison zum ersten Mal wieder seit drei Jahren keine Wasserrestriktionen zu erwarten sind. 
Das Wetter im Winter war allgemein genuegend kuehl, so dass ein normaler Austrieb zu erwarten ist.
 

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