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Bein Merlot 2008

 Der Bein Merlot 2008 reift immer noch im Barrique seiner Bestimmung entgegen, aber dieser Jahrgang zeigt schon jetzt seine Klasse - eine Kombination von reifer Frucht und suessen Fassaromen, vollmundig und doch geschmeidig, mit einer guten natuerlichen Balance zwischen Suesse, Saeure und den ueppigen Tanninen
Jahrgangsbericht   2007 - 08

Maerz-Mai 2008
Neben der vielen Handarbeit kam auch dieses Jahr wieder modernste Technik zum Einsatz: So liessen wir wieder Luftaufnahmen von unserem Rebberg im Infrarotbereich erstellen. Dies ermoeglicht uns eine praezise Beurteilung der verschiedenen Bereiche nach Ihrer photosynthetischen Aktivitaet, und somit die Einteilung des Rebberges in physiologisch gleichmaessig reifende Zonen, welche entsprechend unterschiedlich behandelt und geerntet werden koennen. Dies erlaubt uns schlussendlich einen differenzierten und individuellen Ausbau der verschiedenen Partien. 

Die Ernte selbst war relative spaet im Jahr und began am Ostermontag. Die Trauben mussten nun geerntet werden, auch kann um diese Jahreszeit jederzeit Regen einsetzen. Wie jedes Jahr legten wir besonderen Werte auf eine sorgfaeltige Ernte, und jeglichefaeulnisbefallenen Trauben mussten schon im Rebberg peinlich genau ausgesondert werden. Geplant war, einen Tank zu fuellen. Aber an diesem Oster-Montag gings nur muehsam voran, zu schoen war der Tag, zu stark die Sonntagsstimmung unter unseren Leuten. Am Abend war der Tank nur  1/3 voll! Aber nach vier Tagen war die Ernte schliesslich unter Dach und Fach. Und am Schluss gabs fuer alle einen grossen Teller Potjiekos, ein traditionneller suedafrikanischer Fleischeintopf, und alle waren happy. 

Von der Qualitaet her war es fuer uns die beste Ernte bisher: Noch nie hatten wir so tiefblaue Beeren mit einer so dicken Haut, reifen Tanninen und solch wunderbaren Aromen. Der resultierende Wein ist von tiefdunkler Farbe, reifen Beerenaromen und fuelligem Koerper, und nun hoffen wir natuerlich, dass sich dieser Wein wunschgemaess so weiterentwickelt. Alle Taenke gaerten ohne Probleme zu Ende, momentan reift der Wein im Fasskeller seiner Bestimmung entgegengeht der Wein durch die Milchsaeuregaerung im Barrique. 

Januar 2008
erste Anzeichen des Farbumschlages der Trauben (Veraison) waren dieses Jahr erst am 10. Januar zu entdecken, mit 90% Farbumschlag um den 22. Januar herum, dabei ausgesprochen gleichmaessig. Dies ist deutlich spaeter als andere Jahre, und wir rechnen mit einer entsprechend spaeten Ernte. Dabei scheinen uns die Beeren dieses Jahr kleiner, bei einer sehr gleichmaessigen Entwicklung der Trauben, was auf eine qualitativ sehr gute Ernte hoffen laesst. 

2008November 2007
Entsprechend dem spaeten Austrieb und der kuehlen Witterung im Fruehjahr war auch die Bluete relativ spaet, mit der Hauptbluetezeit Ende November. Der Fruchtansatz war allgemein gut, und die ausgeglichene Witterung foerderte die Entwicklung. Nur die gelegentlichen Regenfaelle wahrend der Hauptbluetezeit stoerten etwas, sodass wiederum einige Trauben verrieselten. 
Die weitere Entwicklung verlief ebenfalls sehr gleichmaessig, wobei die Laubwand sich sehr kraeftig entwickelte und viel Einsatz verlangte, mit regelmaessigem Tippen und Toppen, ausbrechen und auslauben. Und die ueblichen kraeftigen Fruehsommerwinde holten uns immer wieder in die Zeilen zurueck, um die jungen Triebe wieder zwischen die Draehte einzuschlaufen.

Zu unserer grossen Freude hat sich im November auch ein Brutpaar von Dikkops (dt: Triel, siehe Bild oben) in unserem Rebberg niedergelassen, und auch erfolgreich ein Junges aufgezogen, was wir als ein gutes Zeichen fuer den Erfolg unserer Bemuehungen um eine naturnahe Bewirtschaftung werten.  

September/Oktober 2007
Kuehles Wetter im September verzoegerten den Austrieb weiter, sodass erst Ende September die ersten Arbeiten, das Ausbrechen der ueberzaehligen Triebe, im Rebberg anfielen. Danach setzte das Wachstum sehr gleichmaessig ein, und dank des weiterhin kuehlen Fruehlingswetter wuchs uns die Arbeit nie davon. Alles in allem ein relativ spaetes Jahr, bisher rund 2 Wochen spaeter als ueblich.

Juni - August 2007: ein langer und kalter Winter
Ein ausgesprochen kalter, regenreicher und langer Winter, also ausgezeichnete Vorbedingungen fuer die kommende Saison. Wiederum volle Wasserspeicher ueberall, und die Reben hatten eine gute und lange Ruhezeit. So konnten wir auch den Endschnitt relativ spaet anbringen, und zwar erst Beginn September, und wir koennen auf einen sehr gleichmaessigen Austrieb hoffen.


 

 Spotted Dikkop Burhinus capensis