|
Maerz-Mai 2008
Neben
der vielen Handarbeit kam auch dieses Jahr wieder modernste Technik zum Einsatz:
So liessen wir wieder Luftaufnahmen von unserem Rebberg im Infrarotbereich
erstellen. Dies ermoeglicht uns eine praezise Beurteilung der verschiedenen
Bereiche nach Ihrer photosynthetischen Aktivitaet, und somit die Einteilung des
Rebberges in physiologisch gleichmaessig reifende Zonen, welche entsprechend
unterschiedlich behandelt und geerntet werden koennen. Dies erlaubt uns
schlussendlich einen differenzierten und individuellen Ausbau der verschiedenen
Partien.
Die
Ernte selbst war relative spaet im Jahr und began am Ostermontag. Die Trauben
mussten nun geerntet werden, auch kann um diese Jahreszeit jederzeit Regen
einsetzen. Wie jedes Jahr legten wir besonderen Werte auf eine sorgfaeltige
Ernte, und jeglichefaeulnisbefallenen Trauben mussten schon im Rebberg peinlich
genau ausgesondert werden. Geplant war, einen Tank zu fuellen. Aber an diesem
Oster-Montag gings nur muehsam voran, zu schoen war der Tag, zu stark die
Sonntagsstimmung unter unseren Leuten. Am Abend war der Tank nur 1/3 voll! Aber nach vier Tagen war die Ernte schliesslich
unter Dach und Fach. Und am Schluss gabs fuer alle einen grossen Teller
Potjiekos, ein traditionneller suedafrikanischer Fleischeintopf, und alle waren
happy.
Von der Qualitaet her war es
fuer uns die beste Ernte bisher: Noch nie hatten wir so tiefblaue Beeren mit
einer so dicken Haut, reifen Tanninen und solch wunderbaren Aromen. Der
resultierende Wein ist wie schwarzer Lack, und nun hoffen wir natuerlich, dass
sich dieser Wein wunschgemaess so weiterentwickelt. Alle Taenke gaerten ohne
Probleme zu Ende, momentan geht der Wein durch die Milchsaeuregaerung im
Barrique.
Auch
heuer wird es wieder "Pink Merlot" 2008 geben, ab Mitte Mai sollte er
lieferbar sein fuer unsere suedafrikanischen Kunden, ein "sueffiger"
aber gehaltvoller Rosé, mit der selben Sorgfalt und Liebe hergestellt wie
unsere anderen Weine. Dasselbe gilt fuer den "Little Merlot 2007",
unser Zweitwein, uebrigens ein wunderbar zugaenglicher Jahrgang. Beide Weine
wurden am 8 Mai 2008 abgefuellt
Januar 2008
erste Anzeichen des Farbumschlages der Trauben (Veraison) waren dieses Jahr
erst am 10. Januar zu entdecken, mit 90% Farbumschlag um den 22. Januar herum,
dabei ausgesprochen gleichmaessig. Dies ist deutlich spaeter als andere Jahre,
und wir rechnen mit einer entsprechend spaeten Ernte. Dabei scheinen uns die
Beeren dieses Jahr kleiner, bei einer sehr gleichmaessigen Entwicklung der
Trauben, was auf eine qualitativ sehr gute Ernte hoffen laesst.
2008November
2007
Entsprechend dem spaeten Austrieb und der kuehlen Witterung im Fruehjahr war
auch die Bluete relativ spaet, mit der Hauptbluetezeit Ende November. Der
Fruchtansatz war allgemein gut, und die ausgeglichene Witterung foerderte die
Entwicklung. Nur die gelegentlichen Regenfaelle wahrend der Hauptbluetezeit
stoerten etwas, sodass wiederum einige Trauben verrieselten.
Die weitere Entwicklung verlief ebenfalls sehr gleichmaessig, wobei die Laubwand
sich sehr kraeftig entwickelte und viel Einsatz verlangte, mit regelmaessigem
Tippen und Toppen, ausbrechen und auslauben. Und die ueblichen kraeftigen
Fruehsommerwinde holten uns immer wieder in die Zeilen zurueck, um die
jungen Triebe wieder zwischen die Draehte einzuschlaufen.
Zu unserer grossen Freude hat sich im
November auch ein Brutpaar von Dikkops (dt: Triel, siehe Bild oben) in unserem
Rebberg niedergelassen, und auch erfolgreich ein Junges
aufgezogen, was wir als ein gutes Zeichen fuer den Erfolg unserer Bemuehungen um
eine naturnahe Bewirtschaftung werten.
September/Oktober
2007
Kuehles Wetter im September verzoegerten den Austrieb weiter, sodass erst Ende
September die ersten Arbeiten, das Ausbrechen der ueberzaehligen Triebe, im
Rebberg anfielen. Danach setzte das Wachstum sehr gleichmaessig ein, und dank
des weiterhin kuehlen Fruehlingswetter wuchs uns die Arbeit nie davon. Alles in
allem ein relativ spaetes Jahr, bisher rund 2 Wochen spaeter als ueblich. Juni
- August 2007: ein langer und kalter Winter
Ein ausgesprochen kalter, regenreicher und langer Winter, also ausgezeichnete
Vorbedingungen fuer die kommende Saison. Wiederum volle Wasserspeicher ueberall,
und die Reben hatten eine gute und lange Ruhezeit. So konnten wir auch den
Endschnitt relativ spaet anbringen, und zwar erst Beginn September, und wir
koennen auf einen sehr gleichmaessigen Austrieb hoffen.
|
|